Transferprojekt T5

TR29 Teilprojekt C5: Unternehmensplanspiel zur HLB-spezifischen Kompetenzentwicklung

Entwicklung eines Prototyps zur Simulation hybrider Wertschöpfungsprozesse entlang des HLB-Lifecycle

 

  Ziele   Motivation   Vorgehensweise   Ergebnisse   Publikationen  

Kurzzusammenfassung

Das Transferprojekt T5 zielt darauf ab, einen Prototyp für ein Unternehmensplanspiel zu hybriden Wertschöpfungsprozessen zu entwickeln, bei dem es um den Einsatz von wissenschaftlich fundierten, in der betrieblichen Praxis aber noch nicht erprobten bzw. bewährten Methoden und Instrumenten entlang des HLB-Lifecycle geht. Der Prototyp soll die Ausbildung von Studierenden mit Blick auf spätere Arbeitsfelder in hybriden Leistungsbereichen optimieren. Er greift Erkenntnisse und Entwicklungsstände aus unterschiedlichen Teilprojekten des SFB Transregio 29 auf und integriert diese in einem komplexen Handlungsszenario. Durch die Laborsituation entsteht darüber hinaus ein neuer Kontext für die Kompetenzanalyse des TR29-Teilprojektes C5 zur Evaluation wissenschaftlicher Methoden und Instrumente. Daraus resultieren gleichzeitig weitergehende Optionen für die dritte Förderphase.

 

Teilprojektleiterin

Wilkens Bw Prof. Dr. Uta Wilkens
Ruhr-Universität Bochum
Institut für Arbeitswissenschaft
Lehrstuhl Arbeitsmanagement und Personal
Gebäude: NB 1/171
Universitätsstraße 150
D-44801 Bochum
Telefon: +49 234 32 27876
Telefax: +49 234 32 14198
E-Mail: uta.wilkens@iaw.rub.de

Teilprojektbearbeiter

Suesse Bw Thomas Süße (MOM)
Ruhr-Universität Bochum
Institut für Arbeitswissenschaft
Lehrstuhl  Arbeitsmanagement und Personal
Gebäude NB Süd 1/168
Universitätsstraße 150
44801 Bochum
Telefon: +49 234 32 27872
Telefax: +49 234 32 14198
E-Mail: thomas.suesse@rub.de


 

Ziele

Zentrale Zielsetzungen des Teilprojekts T5 sind,
 
(1) einen Prototyp für ein Unternehmensplanspiel zu hybriden Wertschöpfungsprozessen zu entwickeln,
(2) den Einsatz von wissenschaftlich fundierten, in der betrieblichen Praxis aber noch nicht erprobten bzw. bewährten Methoden und Instrumenten entlang des HLB-Lifecycle in einem Laborsetting zu erproben,
(3) die Ausbildung von Studierenden mit Blick auf spätere Arbeitsfelder in hybriden Leistungsbereichen zu optimieren und
(4) die Vernetzung verschiedener Teilprojekte im TR29 über eine inhaltliche Verzahnung im Kontext des Unternehmensplanspiels weiter zu fördern.

  

Motivation

In vielen Branchen und insbesondere auch im Maschinenbau gewinnen hoch individualisierte und komplexe Kombinationen aus Produkt- und Servicekomponenten im Sinne von HLB stark an Bedeutung. Ein HLB-Lifecycle stellt in seiner Gesamtheit neben den technischen Herausforderungen eines hoch komplexen und individualisierten Leistungsangebots auch besondere Anforderungen an Mitarbeiter und Führungskräfte der beteiligten Organisationen. Spezifischen Kompetenzfacetten und Führungsansätzen werden hierbei in ihrer Kombination besondere Bedeutung für die erfolgreiche Bewältigung der Anforderungen und der Dynamik innerhalb eines HLB beigemessen. Als Akteur dieses Gesamtsystems ist es zunächst erforderlich, die besonderen Charakteristika eines HLB und deren Auswirkungen auf die eigenen Arbeitsprozesse zu verstehen. Hierzu soll das im Rahmen von T5 zu entwickelnde HLB-Planspiel eine virtuelle (Spiel-) Umgebung auf einer modellhaften Abstraktionsebene darstellen, welche die wichtigsten Facetten eines HLB-Geschäftsmodells entlang des HLB-Lifecycle aufzeigt und die Teilnehmer dieses Planspiels vor typische Herausforderungen stellt. Diese gilt es im Rahmen des Unternehmensplanspiels zu bearbeiten. Das HLB-Planspiel wird hierbei sowohl im Sinne einer Methode zur Kompetenzentwicklung zur Vorbereitung auf die Herausforderungen in realen HLB-Arbeitskontexten als auch als Forschungslabor zur Evaluation wissenschaftlicher Methoden und Instrumente verstanden. So wird den Teilnehmern des Unternehmensplanspiels beispielsweise aufgezeigt, in welchen Facetten sich ein HLB-Arbeitskontext von einem rein produktorientierten oder rein serviceorientierten Arbeitskontext unterscheidet. Ein Unternehmensplanspiel mit spezifischem Fokus auf HLB existiert bislang nicht.
 

 

Vorgehensweise

Für das Transferprojekt zeichnen der Lehrstuhl Arbeitsmanagement und Personal der Ruhr-Universität Bochum und die TATA Interactive Systems GmbH verantwortlich. Zugleich bestehen Schnittstellen zu und Integrationsmöglichkeiten für zahlreiche Teilprojekte des TR29. Die beiden Kooperationspartner integrieren ihre Expertise und erarbeiten gemeinsam den Prototyp eines HLB-Planspiels. Seitens des universitären Partners werden die Methoden und Instrumente zur Optimierung von HLB-Arbeitsprozessen eingebracht. Seitens des Praxispartners werden die technische Plattform (Computersimulation) unter Berücksichtigung der HLB-spezifischen Adaptionen und spezifisches didaktisches Wissen zur Planspieldurchführung zur Verfügung gestellt. Ausgangspunkt der Planspielentwicklung ist hierbei eine realitätsnahe und aktuelle „Coverstory“, der ein HLB-spezifisches Geschäftsmodell zugrunde liegt. Dies umfasst eine Fallstudie eines HLB-Anbieter(Netzwerks), die unter Einbeziehung von Experten aus Wissenschaft und Praxis abgesichert wird. Entlang des damit entstehenden HLB-Lifecycle werden im Anschluss die HLB-spezifischen erfolgskritischen Determinanten und Hebel in die Coverstory integriert und über ca. 6 Spielrunden positioniert. In Anlehnung an dieses Rahmensetting werden unterschiedliche Arbeitsrollen der Akteure in dem durch das Planspiel abzubildenden HLB modelliert. Gemäß diesem Gesamtaufbau erfolgen die programmtechnischen Adaptionen der computerbasierten Planspielkomponente. Der entstandene Prototyp wird im Anschluss anhand mehrerer Evaluationsschleifen getestet und weiter optimiert. 

Ergebnisse

Der Prototyp des zu entwickelnden HLB Planspiels soll in der universitären Lehre Studierenden verschiedener Fachrichtungen den Zugang zum Thema HLB ermöglichen und ein umfassendes Verständnis für die besonderen Charakteristika von HLB etablieren. Hierzu steht das Planspiel als eine Methode der Kompetenzentwicklung in der universitären Lehre zur Verfügung. Darüber hinaus entsteht mit dem Planspiel ein Laborsetting, das zur Evaluation wissenschaftlicher Erkenntnisse und zur Weiterentwicklung wissenschaftlicher Methoden der Kompetenzforschung genutzt werden soll.

Teilprojektergebnisse wurden im Rahmen von Beiträgen auf Konferenzen und in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert. Publikationen

 

Publikationen

  • Vortrag: "Lifecycle Management mit Planspielen interaktiv erfahren - Ansätze zur Konzeption eines Planspiels für Product-Service Systems", Veranstaltung: Europäisches Planspielforum 2013, Veranstaltungsort: Köln, Datum: 17.09.2013, Vortragender: Thomas Süße