TR29 Teilprojekt C4: HLB-Geschäftsmodelle
Flexible Konfiguration dynamischer Geschäftsmodelle für hybride Leistungsbündel
| Ziele | Motivation | Vorgehensweise | Ergebnisse | Publikationen |
Kurzzusammenfassung
Die derzeitige Diskussion des Geschäftsmodellbegriffs in der Fachliteratur erfolgt wenig strukturiert. Daher sollen über die in der ersten Förderperiode zugrunde gelegten Geschäftsmodelle hinaus industrie- und branchenübergreifend bestehende Geschäftsmodelle empirisch identifiziert und anhand einer Morphologie systematisiert werden. Zur Komplexitätsreduktion werden aus den Geschäftsmodellen HLB-spezifische Partialmodelle abgeleitet und empirisch sowie analytisch hinsichtlich ihrer Dynamik und Flexibilität untersucht. Ziel ist die flexible Konfiguration von dynamischen HLB-Geschäftsmodellen mithilfe einer Partialmodellbibliothek.
Teilprojektleiter
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Prof. Dr.-Ing. Horst Meier Ruhr-Universität Bochum Fakultät für Maschinenbau Lehrstuhl für Produktionssysteme Gebäude: IB 2/26 Universitätsstraße 150 D-44801 Bochum Telefon: +49 234 32 26310 Telefax: +49 234 32 14157 E-Mail: meier@lps.ruhr-uni-bochum.de |
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Prof. Dr. Mario Rese Ruhr-Universität Bochum Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing Gebäude: GC 4/159 Universitätsstr. 150 D-44801 Bochum Telefon: +49 (0234) 32 26596 Telefax: +49 (0234) 32 14272 E-Mail: mario.rese@rub.de |
Teilprojektbearbeiter/in
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Dipl.-Ing. Mario Boßlau Ruhr-Universität Bochum Fakultät für Maschinenbau Lehrstuhl für Produktionssysteme Gebäude: IB 2/135 Universitätsstraße 150 D-44801 Bochum Telefon: +49 234 32 29284 Telefax: +49 234 32 09284 E-Mail: bosslau@lps.ruhr-uni-bochum.de |
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Dipl.-Oek. Judith Gesing Ruhr-Universität Bochum Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing Gebäude: GC 03/150 Universitätsstr. 150 D-44801 Bochum Telefon: +49 (0234) 32 25328 Telefax: +49 (0234) 32 14272 E-Mail: judith.gesing@ruhr-uni-bochum.de |
Ziele
Zentrale Zielsetzung des Teilprojekts ist es, neuartige HLB-spezifische Geschäftsmodelle unter Berücksichtigung der Komplexitätsreduktion und den Faktoren Dynamik und Flexibilität zu identifizieren und zu konfigurieren. Aus diesem Grund wird eine einheitliche übergreifende Systematisierung generiert, die die Dynamik hybrider Leistungsbündel im Zeitverlauf berücksichtigt. So wird eine kundenspezifische Konfiguration von HLB-Geschäftsmodellen unter Berücksichtigung von Zulieferer- und Anbieterpotenzialen ermöglicht und die Einbindung in allen Phasen des HLB-Lifecycles unterstützt. Daraus ergeben sich die folgenden fünf Ziele:
(1) Entwicklung einer Geschäftsmodellmorphologie durch die konzeptionelle und empirische Identifikation und Kategorisierung von Geschäftsmodellen
(2) Komplexitätsreduktion von Geschäftsmodellen durch Ableitung HLB-spezifischer Partialmodelle
(3) Identifikation der Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren von Dynamik und Flexibilität bei Geschäftsmodellen durch eine empirische Analyse
(4) Konsistente Verknüpfung der identifizierten Merkmalsausprägungen unter Berücksichtigung der Chancen und Risiken diverser Merkmalsausprägungsvarianten
(5) Konfiguration von flexiblen HLB-Geschäftsmodellen unter Berücksichtigung dynamischer Anpassungen im Rahmen des HLB-Lifecycle
Motivation
Bereits in der ersten Förderperiode wurde durch die Betrachtung der drei HLB-spezifischen Geschäftsmodelle (funktions-, verfügbarkeits- und ergebnisorientiert) der besonderen Bedeutung von Geschäftsmodellen für die Forschung des TR 29 Rechnung getragen. Einer sehr weiten Definition folgend, sind Geschäftsmodelle „vereinfachte Darstellungen oder Abbilder der Mechanismen und der Art und Weise, wie ein Unternehmen oder ein Unternehmenssystem oder eine Branche am Markt Werte schafft“ [Rüe04]. In der zweiten Förderperiode sollen die Geschäftsmodelle nun weiter in den Fokus gerückt werden. Die derzeitige Geschäftsmodelldiskussion, sowohl in der wirtschafts- als auch in der ingenieurwissenschaftlichen Literatur, erfolgt wenig strukturiert. Einerseits werden Geschäftsmodelle branchenspezifisch untersucht, sodass eine Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Industrien nur sehr eingeschränkt möglich ist. Andererseits werden Geschäftsmodelle empirisch nur unter einem stark eingegrenzten Begriffshorizont diskutiert. Folglich fehlt eine fundierte empirische Grundlage für eine holistische Erfassung von Geschäftsmodellen, welche jedoch eine unabdingbare Basis darstellt, um hybride Leistungsbündel kundenspezifisch anbieten zu können. Daher liegt der Fokus des Teilprojekts in der Erarbeitung eines umfassenden Geschäftsmodellkonzeptes, wobei weder eine spezifische Industrie, noch eine spezifische Geschäftsmodellart fokussiert werden soll. Vielmehr wird eine generalisierte Synopse der in der Theorie und Praxis existenten Geschäftsmodelle erstellt. Aus dieser Grundlage heraus erfolgt die Entwicklung von Ansätzen und Methoden zur Modellierung und flexiblen Konfiguration von für hybride Leistungsbündel geeigneten Geschäftsmodellen.
Vorgehensweise
Zunächst wird ein Konzept erarbeitet, in dem alle relevanten Aspekte sowohl aus Anbieter- als auch aus Kundensicht abgebildet werden. Darauf aufbauend erfolgt eine umfassende empirische Analyse, bei der anhand einer, industrie- und branchenübergreifenden Stichprobe die in der Praxis existierenden Geschäftsmodelle identifiziert werden. Aufbauend auf diesen Ergebnissen wird eine Morphologie der identifizierten Merkmale und Ausprägungen entwickelt. Zur Komplexitätsreduktion und differenzierteren Betrachtung der identifizierten Geschäftsmodelle werden aus diesen Partialmodelle zur Analyse der zentralen Dimensionen generiert. Im Anschluss werden die zuvor identifizierten HLB-spezifischen Merkmale und Ausprägungen diesen Teilmodellen zugeordnet. Durch die permanente Veränderung im Maschinen- und Anlagenbau sowie in anderen Wirtschaftszweigen ist eine eingehende Analyse der Dynamik und Flexibilität von Geschäftsmodellen unausweichlich. Diese erfolgt sowohl empirisch in einer branchenübergreifenden Studie, als auch analytisch, indem Regeln, Restriktionen und dynamische Relationen zwischen den Partialmodellen festgelegt werden. So können abschließend durch Anwendung des System Dynamics Ansatzes dynamische HLB-Geschäftsmodelle aus einer zu entwickelnden Partialmodellbibliothek heraus konfiguriert werden, die sowohl die spezifischen Anforderungen des Nachfragers als auch die des Anbieters berücksichtigen. Durch die Betrachtung der Faktoren Dynamik und Flexibilität wird ihre kontinuierliche Entwicklung über den HLB-Lifecycle hinweg ermöglicht.

Ergebnisse
Zurzeit sind noch keine Teilprojektergebnisse verfügbar.
Publikationen
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Meier, H.; Funke, B.; Boßlau, M. (2011): Flexible Resource Planning in the Context of Dynamic IPS² Business Models Functional Thinking for Value Creation, Proceedings of the 3rd CIRP International Conference on Industrial Product Service Systems 2011, S. 165-170, Springer, 978-3-642-19688-1 |
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Meier, H.; Steven, M.; Funke, B.; Boßlau, M.; Keine, J. (2011): Complexity and Flexibility of IPS² Across Various Planning Levels Functional Thinking for Value Creation, Proceedings of the 3rd CIRP International Conference on Industrial Product Service Systems 2011, S. 315-319, Springer, 978-3-642-19688-1 |
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Rese, M.; Meier, H.; Gesing, J; Boßlau, M. (2011): HLB-Geschäftsmodelle - Partialmodellierung zur Systematisierung von Geschäftsmodellen „Hybrider Leistungsbündel“ (HLB) wt Werkstattstechnik online, Ausgabe 7/8-2011, S. 498-504, Springer-VDI-Verlag 1436-4980 |
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Rese, M.; Gesing, J. (2011): Selling Solutions Needs an Understanding of Dynamic Business Models – Towards a Systematic Framework Proceedings of the 19th International Colloquium in Relationship Marketing 2011, Rochester NY |






