Co-Service
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Co-Service

 

Problemstellung

 

Der reine Export (d.h. nur das Anbieten eines Produktes), als Markteintrittsform in China wird an Bedeutung verlieren. Vielmehr sind die Lösungen für einen Marktauftritt, im Bereich der industriellen Dienstleistungen zu suchen. Das Angebot industrieller Dienstleistungen in deutsch-chinesischen Kooperationen wird sowohl von deutscher als auch von der chinesischen Seite als unverzichtbar angesehen. In vielen Industrieunternehmen gibt es noch keine zufrieden stellenden Lösungen, um Dienstleistungen in China kundenorientiert und wirtschaftlich zu erbringen. Auch auf chinesischer Seite besteht großes Interesse an einem kundenorientierten Angebot produktbezogener Dienstleistungen, um die optimale Nutzung der in importierten Investitionsgütern vorhandenen Technologiepotenziale zu erschließen.



Projektziele

 

Das beherrschende Problem, welches ein Forschungsvorhaben motiviert, liegt in der Erkenntnis, dass es keinem deutschen Produktionsausrüster möglich sein wird, alle nötigen Servicekomponenten völlig in Eigenregie und in der vom chinesischen Kunden erwarteten Verfügbarkeit anzubieten. Die Lösung muss daher in zweckgerechten Kooperationen gesucht werden. Auf Grund der räumlichen Entfernung, der kulturellen Unterschiede und vor allem wegen des in China heute nur rudimentär vorhandenen Bewusstseins in Bezug auf die Notwendigkeit eines strukturierten Dienstleistungsangebots sind verlässliche Kooperationen, welche die Produktivität der Maschinen und Anlagen sicherstellen müssen, nicht ohne weiteres zu etablieren. Gegenwärtig ist weitgehend unklar, welche Tätigkeiten sich überhaupt für die Erbringung durch chinesische Partner eignen oder wie diese Frage auf einer verlässlichen Entscheidungsbasis rational beantwortet werden kann. Das Ziel dieses Forschungsvorhabens ist folglich die Entwicklung von Methoden, Vorgehensweisen und Werkzeugen zur Konzeption und Unterstützung der kooperativen Dienstleistungserbringung, um den optimalen Betrieb komplexer Maschinen und Anlagen zu ermöglichen und damit Wettbewerbsvorteile für die deutschen und chinesischen Projektpartner zu erschließen.



Vorgehensweise

 

Während der Projektlaufzeit sollen die folgenden Handlungsfelder bearbeitet werden. Dabei finden die Erfahrungen und das Know How der deutschen Industriepartner sowie die Kundenanforderungen von chinesischer Seite Berücksichtigung. Auf dieser Grundlage sollen für die deutschen Industriepartner Lösungskonzepte erarbeitet werden, mit dem Anspruch der Allgemeingültigkeit. Dazu sollen neben den Informationen der Projektpartner, anhand von Fragebogenaktionen die in China und Deutschland stattfinden zusätzliche Informationen für einen repräsentativen Überblick generiert werden.


• Gestaltung von Dienstleistungsmodulen


• Anpassung bzw. Neukonzeptionisierung von Organisationsformen und Geschäftsmodellen


• Aufbau einer IT-Plattform zur Dienstleistungserbringung



Zusammenfassung

 

China ist neben den USA der wichtigste Absatzmarkt des deutschen Werkzeugmaschinenbaus. Im Jahr 2005 gingen 12,9% der Exporte ins Reich der Mitte. Um einen Beitrag zur Stabilisierung dieser tragenden Säule zu leisten, startete im Juli 2006 das deutsch-chinesische Verbundprojekt Co-Service. Im Projekt werden die Zielsysteme von deutschen Anbietern und chinesischen Kunden erforscht und auf Schnittstellen analysiert. Den Forschungsgegenstand bilden dabei die industriellen Dienstleistungen. Neben dem Lehrstuhl für Produktionssysteme, der das Projekt koordiniert, ist als weitere Forschungseinrichtung das CDHK von der Tongji Universität Shanghai beteiligt. Daneben sind zahlreiche Industriepartner aus Deutschland und China im Projekt Co-Service involviert. Das Wissen und die Erfahrungen dienen dabei als Input für die Forschungsarbeiten.



Gesamtszenario

 

Förderung

 

        

Projektkoordinatoren

 

        

Projektpartner