TeleService f. Produktionsanl. in China

Multimedial unterstützter TeleService für komplexe deutsche Produktionsanlagen in China


Ziel

In diesem internationalen Kooperationsprojekt soll ein leistungsfähiger und effizienter, multimedial unterstützter TeleService für komplexe Produktionsanlagen im globalen Umfeld, d.h. zwischen Produktionsanlagenherstellern in Deutschland und Betreibern in China, realisiert werden. Es gilt, die technischen, organisatorischen, und wirtschaftlichen und Gesichtspunkte des TeleService zu einem ganzheitlichen Konzept zusammenzuführen und umzusetzen.
Das Konzept soll allgemein Übertragbar vor allem auf mittelständische Unternehmen des Maschinenbaus sein. In dem Verbund mit industriellen und universitären Partnern wird eine TeleService-Lösung konzipiert, aufgebaut, getestet, evaluiert und hinsichtlich vielfältiger und effizienter Unterstützungsleistungen erweitert und optimiert.
Dabei steht im Zentrum der industriellen Anwendung ein Automobilwerk in Shanghai mit seinen kapitalintensiven Pressenstraßen, Schweißanlagen und CNC-Bearbeitungs-zentren, die im Rahmen einer Werkserweiterung und einer PKW-Modellneueinführung neu beschafft werden. Die komplexen Produktionsanlagen, die in das TeleService-Paket eingebunden werden, stammen von kompetenten deutschen Zulieferern. TeleService wird also konkret zwischen den deutschen Zulieferern und dem Automobilwerk in Shanghai aufgebaut.


Problemstellung

Der deutsche Werkzeugmaschinen- und Anlagenbau ist eine tragende Stütze des für Deutschland so wichtigen Exports. Vor dem Hintergrund eines sich extrem verschärfenden globalen Wettbewerbs müssen sich mit zunehmendem Kosten- und Termindruck die häufig mittelständischen Hersteller mit dem besonderen Problem des weltweit zu leistenden After-Sales-Service für ihre komplexen Produkte auseinandersetzen.
Der Service und damit die Kundennähe sind zu einem wichtigen Wettbewerbs- und Vermarktungselement geworden. Der Servicebegriff ist zunehmend weiter zu fassen und erstreckt sich mehr und mehr auf den gesamten Produktlebenszyklus: Es geht um umfassende Unterstützung, angefangen von der Anlagenprojektierung über Vor-Ort-Montage und Inbetriebnahme, kontinuierliche Schulungen, Störungsdiagnose und -beseitigung, Ersatz-teilmanagement, Prozeßoptimierung, bis hin zu Umbau oder Demontage am Lebenszyklusende. In diesen Bereichen soll der Einsatz von TeleService ermöglichen, dass die Produktionsanlagenhersteller (und ihr Zulieferer- und Dienstleisternetzwerk) ihre in vielfältiger Form und an verschiedene Personen gebundene Expertise durch Nutzung modernster und leistungsfähiger Informations- und Kommunikationstechnologien effizient und reaktionsschnell weltweit dem Kunden (Betreiber) verfügbar machen können. Kompetente Service- und Engineering-Leistungen rund um das Produkt “Produktions-anlage” herum werden damit unabhängig vom jeweiligen Sitz des Herstellers und Betreibers weltweit und kurzfristig verfügbar gemacht.


Lösungsansatz

Für die Konzeptionierung und die Ausgestaltung der verschiedenen TeleService-Unterstützungsleistungen, für die Auslegung und Konfiguration des einzusetzenden TeleService-Baukastens werden zunächst TeleService-Testlabors an den beteiligten Universitäten eingerichtet und aufgebaut. Hier stehen im CIMS-Center an der Tongji Universität in Shanghai und in der CIM-Pilotfabrik des Lehrstuhls für Produktionssysteme in Bochum CNC-Bear-beitungszentren zur Verfügung, die mit den TeleService- und Multimediakomponenten verbunden und in den Versuchsaufbau und den Testbetrieb mit einbezogen werden.
Im weiteren Projektverlauf dienen die Testlabors als anwendungsneutrale Demonstrationszentren zur weiteren Verbreitung der Ergebnisse auch über das Projektende hinaus. Sie sollen speziell die Übertragbarkeit auf andere Einsatzfälle nachweisen.
Verschiedene Lösungen der Organisation von TeleService-Dienstleistungen werden konzipiert und untersucht. Exem-plarisch soll mit den TeleService-Testlabors dann der Aufbau eines Dienstleistungscenters für TeleService erfolgen.
Im Rahmen des aufzubauenden Arbeitskreises in Shanghai sowie in speziellen Seminaren werden die Projektergenisse in die interessierte Industrie transferiert.