Newsarchiv 2011
12. April 2011: LPS goes „Die große Welt der Wunder Wissensshow“
Eine aufgebogene Büroklammer kehrt, wie von Zauberhand, nach Zufuhr von Wärme in ihren Ursprungszustand zurück.
Dies ist keine Illusion von David Copperfield und auch keine technische Spielerei von James Bonds Quartiermeister „Q“, sondern Realität.
Der Sonderforschungsbereich 459 der Ruhr-Universität Bochum „Formgedächtnistechnik“ macht dies durch eine bestimme Legierung des Metalls möglich. Ein Metall ist nach Veränderung seines Ursprungszustandes durch Zufuhr von Wärme, sei es zugeführter Strom oder einfach nur heißes Wasser, in der Lage in seinen Ursprungszustand zurückzukehren. Das Metall kann sich an seinen ursprünglichen Zustand „erinnern“. Der Effekt, der hier auftritt, wird Thermischer-Aktor- oder auch Memory-Effekt genannt.
Einen großen Auftritt, mit dieser wissenschaftlichen Erkenntnis, hatte der Lehrstuhl für Produktionssysteme (LPS) der Ruhr-Universität Bochum mit seinen zwei Teilprojekten des Sonderforschungsbereiches 459 „Formgedächtnistechnik“. „Die große Welt der Wunder Wissensshow“, ausgestrahlt am 12. April 2011 auf RTL II, war Schauplatz für Wissenschaft zum Anfassen. Dipl.-Ing. Alexander Czechowicz und Oskar Greifenberg waren vor Ort.
Durchgeführt wurde ein Experiment, bei dem Sonya Kraus auf einer Schaukel stehend in die Luft erhoben wurde. Zu bemerken ist, dass bei einem nur 50 g schweren Draht eine Traglast von über 150 kg möglich ist. Ein solcher 2,1 mm dicker Draht wurde oben an der Schaukel befestigt. Durch die Zufuhr von Strom (Wärme) zog sich dieser zusammen und die Schaukel hob vom Boden ab.


